Mediation nach dem Behindertengleichstellungsgesetz


Menschen mit Behinderungen stoßen im Alltag an viele Grenzen, sei es in den Dingen des täglichen Lebens oder auch nur in den Einstellungen der Mitmenschen. Ein Gehsteig ohne abgeschrägte Kanten, den ein Rollstuhlfahrer (allein) nicht passieren kann, ist wohl genauso ein Hindernis wie das Verhalten eines Arbeitskollegen, der auf das für ihn "Fremde", das für ihn in einer Behinderung eines Menschen liegen mag, mit Ausgrenzung und Verspottung reagiert. Letzteres tut besonders weh und zeigt neben manchen baulichen und ähnlichen Barrieren, dass es in der Gesellschaft immer noch einen großen Aufholbedarf in Richtung Gleichstellung und Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen mit Menschen ohne Behinderungen gibt.

 

Der Gesetzgeber hat mit dem seit 01. Jänner 2006 in Kraft getretenen Behindertengleichstellungsgesetz einen Schritt in diese Richtung gesetzt, in dem er - in erster Linie gerichtet an staatliche Einrichtungen und Unternehmen - , ausdrückliche Anti-Diskriminierungsvorschriften gegenüber Menschen mit einer Behinderung und Vorschriften über barrierefreie Zugänge vorschreibt. Das bedeutet, dass nicht nur, aber insbesondere auch im Bereich des Arbeitslebens Behörden, Arbeitgeber und sonstige Adressaten des Gesetzes die im konkreten Fall erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen haben, um Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Beschäftigung, die Ausübung eines Berufes, den beruflichen Aufstieg sowie die Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu ermöglichen, es sei denn, diese Maßnahmen würden unverhältnismäßig belasten.

 

Mediation im Behindertengleichstellungsgesetz: Das Bundessozialamt hat zu versuchen, einen einvernehmlichen Ausgleich der Interessensgegensätze zwischen den Parteien herbeizuführen. Im Rahmen des Schlichtungsverfahrens ist Mediation anzubieten.

 

Ich stehe für Mediationen, die als Grundlage Konflikte im Zusammenhang mit Behinderungen haben, gerne zur Verfügung. Während meiner langjährigen Mitarbeit als ehrenamtliches Mitglied der Malteser habe ich sehr oft erlebt, was es heißt, mit Barrieren im täglichen Leben zu kämpfen. Ich möchte mit meiner Arbeit als Mediatorin dazu beitragen, dass Barrieren in jeglicher Form beseitigt werden und Augen und Geist in der Gesellschaft keinen Unterschied machen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.