Grundlagen des Mediationsverfahrens

 

Allparteilichkeit/Unabhängigkeit des/der Mediators/in. Der Mediator/Die Mediatorin entscheidet nicht wie ein Richter oder Schlichter für oder über die Parteien. Er/Sie ist neutral und hat somit keinerlei Entscheidungsgewalt in der Sache, diese liegt allein bei den Parteien.

Selbstverantwortlichkeit der Parteien. Es ist wichtig, dass die Parteien selbstverantwortlich und für sich entscheidungsfähig und entscheidungsbefugt sind. Die Parteien regeln ihren Konflikt selbst.

Direkte und faire Kommunikation zwischen den Konfliktparteien. Das Mediationsverfahren findet ausschließlich in den Mediationssitzungen mit dem Mediator/der Mediatorin statt. Alle Beteiligten achten darauf, fair und ohne Untergriffe mit den anderen zu kommunizieren. Der Mediator/die Mediatorin hilft ihnen dabei. Anwälte können als Berater zugezogen werden und auch teilnehmen. Ihnen kommt weder Verhandlungs- noch Entscheidungskompetenz zu, sie beraten ihre Mandanten während der Mediation und können die getroffenen Vereinbarungen rechtlich prüfen und absichern.

Vertraulichkeit. Inhalt und Prozess des Mediationsverfahrens sind streng vertraulich. Dies wird auch im Zivilrechtsmediationsgesetz durch die Verschwiegenheitspflicht und das Entschlagungsrecht des Mediators/der Mediatorin anerkannt und gewährleistet.

Lösungsorientierung. Die Mediation hat ihren Fokus auf eine zukunftsorientierte Lösung und/oder Regelung des Konfliktes. Eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erfolgt dabei nur am Rande und nur so viel, wie es zur Regelung und Findung einer Lösung für die Zukunft notwendig und sinnvoll ist.